Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. erachtet Verabschiedung der √Ąnderungsverordnung zur Erweiterung des IT-Sicherheitsgesetzes als wichtigen Schritt in Richtung IT-sichere kritische Infrastrukturen

Die globalen Cyber-Attacken WannaCry und Petya haben bewiesen, dass kritische Infrastrukturen weltweit angreifbar bleiben. Um solchen IT-Sicherheitsvorf√§llen vorzubeugen, wurde 2015 das IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG) verabschiedet und mit der heute in Kraft getretenen √Ąnderungsverordnung um die Sektoren Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen sowie Transport und Verkehr (Korb 2) erg√§nzt.

‚ÄěDer Schutz kritischer Infrastrukturen vor Cyber-Angriffen liegt prim√§r in der Verantwortung des Staates, welcher mit dem IT-SiG nachgekommen wird. Die Schaffung verbindlicher Mindeststandards f√ľr Betreiber kritischer Infrastrukturen aus Korb 2 tr√§gt elementar zu einer belastbaren Cyber-Sicherheitsarchitektur in Deutschland bei. Die heute in Kraft getretene √Ąnderungsverordnung darf allerdings nicht der finale, sondern sollte ein Zwischenschritt hin zu IT-sicheren kritischen Infrastrukturen sein‚Äú, kommentiert Philipp von Saldern, Pr√§sident des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V.. ‚ÄěEntscheidend ist zudem, dass sich alle Stakeholder am Prozess Cyber-Sicherheit beteiligen. Denn Gesetze und Normen geben nur den Rahmen vor, ‚Äöechte‚Äė IT-Sicherheit muss hingegen gelebt werden‚Äú.

‚ÄěEntsprechend der sich stetig wandelnden Bedrohungslage sollte das IT-Sicherheitsgesetz nicht als statisches Regelwerk ausgelegt werden. Basierend auf vertrauensvoller Kooperation muss ein ergebnisoffenes Monitoring stattfinden, um Stellschrauben identifizieren und gegebenenfalls anpassen zu k√∂nnen. Zu unterst√ľtzen ist demnach auch die Aussage des Bundesinnenministers Thomas de Maizi√®re (CDU), dass in der kommenden Wahlperiode weitere Ma√ünahmen von N√∂ten seien‚Äú. Derweil werde vor allem die Ausgestaltung der Zusammenarbeit f√ľr eine erfolgreiche Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetz ausschlaggebend sein: ‚ÄěCyber-Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und keine Einbahnstra√üe. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft m√ľssen lernen zu kooperieren, was in Deutschland einen langwierigen Prozess darstellen wird‚Äú.

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