NIS-Richtlinie: Europäische Union treibt Kampf gegen Cyber-Bedrohungen voran

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Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. fordert: Klare Rechtsverhältnisse und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der NIS-Richtlinie

Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. begrüßt die heute in Kraft getretene Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit (NIS-Richtlinie). Ziel der NIS-Richtlinie ist eine Verbesserung der Cyber-Sicherheit in der Europäischen Union durch eine Harmonisierung der Gesetzeslage in den Mitgliedsstaaten. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht werden kann, hängt jedoch von der Schaffung klarer gesetzlicher Anforderungen für die Unternehmen ab, die von der Richtlinie betroffen ist. Die NIS-Richtlinie sieht unter anderem eine Meldepflicht von IT-Sicherheitsvorfällen für Betreiber „wesentlicher Dienste“ (darunter kritische Infrastrukturen aus den Bereichen Energie, Gesundheit, Finanzen und Transport) und Anbieter „digitaler Dienste“, wie Online-Marktplätze, Cloud-Computing-Dienste und Suchmaschinen, vor.

„Aufgrund der grenzüberschreitenden Auswirkungen von Cyber-Angriffen, benötigen wir Gesetze und Regelungen, die über die nationalen Grenzen hinweg gelten. Mit der NIS-Richtlinie wird nun ein zentraler Baustein für die Verbesserung der Cyber-Sicherheit in der Europäischen Union und somit für das wirtschaftliche Wachstum des weltweit größten Binnenmarktes gelegt. Mit der NIS-Richtlinie und der EU-Datenschutz-Grundverordnung nähern wir uns dem Ziel, einen gemeinsamen ‚Digital Single Market’ in der EU zu schaffen“, erklärt Philipp v. Saldern, Präsident des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V.

Die Mitgliedsstaaten der EU haben bis Mai 2018 Zeit, die Vorgaben der NIS-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Bis dahin ist auch das deutsche IT-Sicherheitsgesetz vollständig gültig, welches ebenfalls eine Meldepflicht von IT-Sicherheitsvorfällen vorsieht. „Für die erfolgreiche Umsetzung der NIS-Richtlinie ist es wichtig, dass unnötige Doppelregulierungen vermieden und klare Rechtsverhältnisse geschaffen werden. Wir hoffen, dass Brüssel und Berlin an dieser Stelle verstärkt zusammenarbeiten. Nur so können sich die betroffenen Unternehmen auf die kommenden Regulierungen vorbereiten und dadurch die Cyber-Sicherheit in der Europäischen Union und in Deutschland erhöhen. Das Beispiel des IT-Sicherheitsgesetzes zeigt, dass dies ohne präzise Vorgaben zu den Pflichten und Rechten der Betriebe jedoch nicht erfolgen kann.“, so v. Saldern.

Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. wurde im August 2012 von namhaften Persönlichkeiten gegründet. Der in Berlin ansässige Verein ist politisch neutral und hat zum Zweck Unternehmen, Behörden und politische Entscheidungsträger im Bereich Cybersicherheit zu beraten und im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität zu stärken. Zu den Mitgliedern des Vereins zählen große und mittelständische Unternehmen, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie zahlreiche Bundesländer und Bundesinstitutionen, Experten und politische Entscheider mit Bezug zum Thema Cyber-Sicherheit. Über seine Mitglieder repräsentiert der Verein etwa zwei Millionen Arbeitnehmer aus der Wirtschaft und über 1,8 Millionen Mitglieder aus Verbänden und Vereinen. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. informiert und unterstützt mit vielfältigen Angeboten seine Mitglieder und richtet seine Tätigkeiten an deren operativen und betrieblichen Bedürfnissen aus.

V.i.S.d.P.: Hans-Wilhelm Dünn, Generalsekretär, Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V.
Kontakt:Lorenzo Paolo Cau, Referent, Telefon: 030 / 6796 365 27, Email: cau@p36294.ngcobalt133.manitu.net

CSRD e.V. Pressemitteilung – NIS-Richtlinie – Europäische Union treibt Kampf gegen Cyber-Bedrohungen voran

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