Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt Defizite bei Cybercrime

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Die Cyberkriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht. Das beweist auch die Polizeiliche Kriminalstatistik 2012, die heute von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in Berlin vorgestellt wird.

  • Kriminalitätsfälle, die mit Hilfe „des Tatmittels Internet“ begangen wurden, nahmen 2012 um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
  • Auch die klassische Computerkriminalität erfuhr einen Zuwachs um 3,4 Prozent.
  • Die Aufklärungsquote jedoch bleibt hinter diesen Entwicklungen noch immer zurück. So sank die Aufklärungsquote in den Bereichen Datenveränderung und Computersabotage gar um 23,7 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent.

Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. sieht in diesen alarmierenden Zahlen nicht nur starke Defizite der Politik, sondern expliziten Handlungsbedarf im Bereich der Strafverfolgung. „Es nützt nichts, ein Cybercrime-Lagebild anzufertigen. Statt wohlfeiler Worte sollten auch Taten folgen, die der Dringlichkeit der Situation entsprechen. Zum einen müsste das Budget für die Sicherheit der Netze (BSI) deutlich erhöht und Länder und Kommunen stärker in diesen Prozess eingebunden werden. Zum anderen stellt die Strafverfolgung solcher Delikte ein wesentliches Element zur Abschreckung potentieller Täter und für den effizienteren Schutz von Unternehmen dar. Das IT-Sicherheitsgesetz geht dabei an den bestehenden Bedürfnissen vorbei. Nicht die Wirtschaft sollte zur Meldung von Cyberangriffen verpflichtet werden, sondern gerade der Bund muss hier ein größeres Hellfeld schaffen und zukünftig Auskünfte über Angriffe geben.“, so Arne Schönbohm, Präsident des Cyber-Sicherheitsrates Deutschland e.V.

Den staatlichen Handlungsbedarf lassen auch die verschiedenen Initiativen auf Länderebene erkennen, bei denen vor allem der Freistaat Sachsen mit gutem Beispiel vorangeht und aktiv begonnen hat, durch die Zusammenführung von Akteuren aus virtueller und realer Welt, Cybercrime aktiv zu bekämpfen. Eine solche Entschlossenheit ist auch für die Bundesebene wünschenswert.

V.i.S.d.P.: Hans-Wilhelm Dünn; Vizepräsident Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V.

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