Arne Schönbohm in der „Jüdischen Allgemeine“ über das unterschiedliche Rollenverständnis in Deutschland und in Israel in Bezug auf den Schutz kritischer Infrastrukturen

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In Deutschland fehlt es immer noch an einem überzeugenden staatlichen Konzept im Bereich der Cybersicherheit und des Schutzes kritischer Infrastrukturen. Mit diesen Worten könnte man das Anliegen von Arne Schönbohm, dem Präsidenten des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V, in seinem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen subsumieren. Im Rahmen der Homeland Security Conference in Tel Aviv, an der als Redner und Delegationsteilnehmer mitwirkte, wird die unterschiedliche Auffassung in Deutschlands im Vergleich zur israelischen im Bereich der Cybersicherheit deutlich. Während der israelische Staat eine Strategie im Kampf für die Cybersicherheit bereits implementiert habe, fehle laut Schönbohm, diese in Deutschland. In der Bundesrepublik verlange der Staat Maßnahmen von der Wirtschaft, erfülle jedoch – obwohl er Betreiber kritischer Infrastruktur sei – selbst nicht die Anforderungen. Das sei in Israel anders. Hier investiere der Staat nicht nur in die eigene Sicherheit, sondern fördere gezielt Start-ups und Forschung im IT-Bereich. Israel gehöre damit zu den innovativsten Ländern, so Schönbohm.

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