Auftakt des Souveränitäts Hubs des Cyber-Sicherheitsrats Deutschland e.V.
Mit dem erfolgreichen Auftakt des Souveränitäts Hubs haben wir ein starkes Signal gesetzt: Digitale Souveränität ist kein Schlagwort – sie ist eine strategische Notwendigkeit.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen hochaktuelle Fragestellungen rund um die sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und technologischen Dimensionen digitaler Abhängigkeiten, darunter:
• Risiken durch nicht-souveräne IT- und Cloud-Lösungen
• Schutz kritischer Infrastrukturen und digitaler Lieferketten
• Geopolitische Cyberrisiken und ihre Auswirkungen auf Unternehmen
• Die europäische Cyber- und Technologiestrategie
• Schlüsseltechnologien „Made in Europe“
• Regulatorische und governancebezogene Rahmenbedingungen
Digitale Souveränität: Klarheit statt Buzzword:
In den Diskussionen wurde deutlich, dass digitale Souveränität häufig verkürzt oder missverständlich verwendet wird. Der Hub hat zentrale Leitlinien herausgearbeitet:
• Unabhängigkeit bedeutet nicht Autarkie
• Fokus auf europäische und vertrauenswürdige Anbieter, ohne internationale Lösungen pauschal auszuschließen
• Wirtschaftlichkeit ist nicht gleich billigste Lösung, sondern nachhaltige, sichere und resiliente Wertschöpfung
Stimmen aus dem Panel:
Besonders wertvoll waren die unterschiedlichen Perspektiven aus Wirtschaft, Betreiberpraxis und Sicherheitsarchitektur:
• Silvio Muschter (Swissbit AG) betonte, dass Schwachstellen in Hardware und Halbleitern häufig nicht mehr nachträglich behoben werden können – Vertrauen beginnt daher bei Herstellern in einem verlässlichen Rechts- und Wirtschaftsraum.
• Uwe Neumeier (Stiftung Kirchliches Rechenzentrum Südwestdeutschland) hob hervor, dass digitale Souveränität vor allem durch strategische Planung und den bewussten Einsatz geeigneter Lösungen entsteht.
• Can Kayali (ML GRUPPE) machte deutlich: IT-Sicherheit beginnt beim Menschen – durch Schulung, Sensibilisierung und ein gemeinsames Verständnis für vertrauenswürdige Technologien.
Dank:
Ein besonderer Dank gilt den beiden Hubleitern Stefan Gockel (Enginsight GmbH) und Bernd Ochsmann (AERAsec Network Services and Security GmbH) für die gemeinsame Moderation und für die inhaltliche und strategische Einbettung des Hubs.
Der intensive fachliche Austausch setzte sich beim anschließenden Networking im Rahmen der CyberWiesn fort – ein Format, das Dialog und Vernetzung auf besondere Weise verbindet.
Ausblick:
Der Souveränitäts Hub wird fortgesetzt. Weitere Veranstaltungen sind bereits in Planung.
Wir freuen uns über neue Panelistinnen und Panelisten, frische Perspektiven und den weiteren Austausch in diesem Format.
Digitale Souveränität entsteht im Dialog – strategisch, realistisch und verantwortungsvoll.





