Veranstaltungsrückblick: Podiumsveranstaltung „Cyber- and Digital-Security as a European task in a changing regulatory environment” am 12. Februar 2016 im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz

logo_300

Am Freitag, den 12. Februar 2016, diskutierte der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e. V. bei einer Podiumsveranstaltung im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz gemeinsam mit hochkarätigen internationalen Rednern und unseren Mitgliedern über Cyber-Sicherheit vor dem Hintergrund aktueller internationaler gesetzlicher Initiativen und unterschiedlicher Voraussetzungen in den verschiedenen europäischen Staaten.

In einer Keynote über Cyber-Sicherheit im Kontext der neuen Richtlinie der Europäischen Union zur Netzwerks- und Informationssicherheit (NIS) erörterte Herr Prof. Dr. Udo Helmbrecht, Executive Director der European Union Agency for Network Information Security (ENISA), zunächst die Rolle von Cyber-Sicherheit auf der europäischen Ebene. Anschließend wurde in einem international besetzen Panel nach kurzen Einführungsstatements der Teilnehmer über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Cyber-Sicherheit, sowie Möglichkeiten einer besseren internationalen Kooperation diskutiert.

Der Gründer und CEO eines der weltweit größten privaten Anbieters von Cyber-Sicherheitsdienstleistungen Kaspersky Labs, Herr Jewgeni „Eugene“ Kaspersky, warnte als internationaler Experte vor immer professioneller agierenden Hackergruppen. Anhand der Statements der Panel-Teilnehmer aus ausgewählten europäischen Staaten wurden danach die verschiedenen nationalen Sichtweisen auf das Thema Cyber-Sicherheit sowie die diesbezüglichen unterschiedlichen Kapazitäten der Länder deutlich. Prof. Dr. J P MacIntosh, Director Institute for Security & resilience Studies des University College London, aus Großbritannien und Ida Haisma, Director der The Hague Security Delta Foundation, aus den Niederlanden hoben die allgemeine Komplexität der Herausforderung Cyber-Sicherheit hervor. Herr Vincent Avoine, Adviser Ministry delegation for the fight against cyberthreats des französischen Innenministeriums, unterstrich diese mit einem Statement zu den Lehren aus dem Hackerangriff auf den französischen Fernsehsender TV5 im Frühjahr 2015. Frau Dr. Joanna Swiatkowska, Senior Research Fellow des polnisches Think-Tanks The Kosciusko Institute machte vor allem den Nachholbedarf Polens im Bereich der Cyber-Sicherheit deutlich. Abschließend gab Herr Olivier Burgersdijk, Head of Strategy des European Cybercrime Centre von EUROPOL, einen Überblick über die bereits vorhandene europäische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Verbrechen im Cyber-Raum.

Zwischen den internationalen Rednern und den Gästen der Veranstaltung herrschte in der Abschlussdiskussion Einigkeit, dass eine effektive Verbesserung der Cyber-Sicherheit nur durch eine bessere internationale Zusammenarbeit möglich ist, da physische nationale Grenzen in der digitalen Welt nur sehr geringen Einfluss haben. Zudem wurde deutlich, dass neben der allgemeinen Zusammenarbeit nur die Forcierung des Austauschs zwischen den verschiedenen Beteiligten im Bereich der Cyber-Sicherheit aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft – wie vom Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. betrieben – für eine Erhöhung des Schutzes für alle Beteiligten in der digitalen Welt sorgen kann.

 

[shariff]

Datenschutz
Wenn Sie unsere Website besuchen, werden möglicherweise Informationen über Ihren Browser von bestimmten Diensten gespeichert, in der Regel in Form von Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.